Die Gesellschaft, das sind wir

Die Macht ist stark in Dir

 

Ja, unsere Möglichkeiten als einer von vielen sind oft begrenzt. Daher ist es umso wichtiger, dass wir da, wo sie es nicht sind, ganz deutlich unsere Wahl treffen. Ganz deutlich sagen, was wir wollen und was nicht. Hier ein paar konkrete Beispiele, die mir einfallen:

  • Lebensmittel einkaufen, die das unterstützen, was uns wichtig ist, selbst, wenn es uns mehr kostet -> regionale Produktion, artgerechte Tierhaltung, fairer Umgang mit Mitarbeitern
  • bei Firmen bestellen, einkaufen, die Eure Philosophie teilen. Hierzu ein persönliches Beispiel: Ich hab früher ganz viel über Amazon gekauft. Seit dem NY Times Artikel, der gezeigt hat, wie Amazon mit seinen Mitarbeitern umgeht, was für Druck da aufgebaut wird etc., kaufe ich da nur noch im alleräußersten Notfall was
  • die Sachen, Vereine, Gruppen aktiv unterstützen, die Ihr gut findet
  • Menschen aktiv unterstützen, die wirklich gute Anführer sind – im Großen, wie im Kleinen

Ihr seht schon, letztendlich läuft es auf folgendes hinaus: Momentan ist es so, dass Geld das wichtigste ist aus unserer Welt, daher machen Firmen eben gerade die Regeln. Wollen wir was mitbestimmen, müssen wir das da kundtun, wo sie es mitkriegen – mit unserem Geldbeutel.

Und selbst, wenn man wenig Geld hat, kann man das. Praktisches Beispiel:  Vor Euch liegt Wurst für 0,99€ und Wurst für 1,99€ die eine von nirgendswo, die andere aus Eurer Region oder zum Beispiel zumindest aus einem Land, das richtige Tierschutzgesetze hat. Das ist nur 1€ mehr. Und wenn Ihr jetzt jedes zweite oder dritte Mal, wenn Ihr die Wurst kauft, den 1 € mehr ausgebt, dann könnt Ihr das verkraften, aber wenn das 10.000 Leute machen, kann die Firma das nicht mehr! Oft machen wir nichts, weil wir denken: „Das macht ja eh keinen Unterschied.“ Wir denken, wenn wir nix großes, entscheidenes machen, das sofort und für sich genommen direkt Auswirkungen hat, dann können wir es auch ganz bleiben lassen. Ich kenn das von mir. Aber das stimmt nicht.

Und das sogar aus zwei Gründen: Unsere wirkliche Macht liegt darin, dass wir viele sind. Deshalb ist jeder noch so kleine Tropfen wichtig – genau Dein Tropfen kann der sein, der das Faß zum Überlaufen bringt (ein Gedanke, der mir immer Gänsehaut macht. Gute Gänsehaut). Und dann ist es ja auch so: Ihr macht das für Euch. Für Euer Leben, Euer Seelenheil. Und allein dadurch habt Ihr schon einen Unterschied gemacht.

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Wenn Ihr Euch glücklich macht mit einer Sache, dann habt Ihr schon eine Riesenmenge erreicht. Viele Menschen versuchen ein Leben lang sich selbst glücklich zu machen und scheitern, weil sie es als was Ganzes versuchen, nach dem Motto: Jetzt mach ich einen Purzelbaum (oder schnipp mit den Fingern oder was auch immer) und dann ist ab sofort alles anders. Aber das reale Leben funktioniert ja so nicht. Das reale Leben ist, ob wir das wollen oder nicht, eine Abfolge von verschiedenen kleinen Versatzstücken, die zusammengenommen ein Bild ergeben. Und wenn wir genug kleine, negative Versatzstücke in welche umtauschen, die uns glücklich machen, dann haben wir am Ende der ganzen beschissenen Schufterei ein Gesamtbild, das uns glücklich macht. Daher ist es sogar gar nicht immer wichtig einen realen, praktischen Unterschied zu machen. Manchmal ist es noch wichtiger eine Linie in den Sand zu ziehen und zu sagen: Bis hierher – und nicht weiter!

Um bei unserem Wurst-Beispiel zu bleiben: Ihr wisst, dass Ihr 1€ mehr ausgegeben habt, um was zu tun, was Euch wichtig ist.

Und das ist ein cooles, starkes Gefühl, das heißt Ihr seid nicht ohnmächtig oder hilflos, im Gegenteil: Ihr habt was getan. Und das ist alles, was zählt.

Mit den sozialen Medien heute, kann man sogar noch viel mehr bewirken, als früher. Man kann sich in unserem Wurst – Beispiel vernetzen und mitzählen, wie viele den 1€ mehr ausgegeben haben, um die regionale Firma  zu unterstützen. Da reagiert die Firma oder eine Zeitung ruckizucki, glaubt mir!

Und so merken wir ganz schnell, dass wir alleine zwar viele sind, aber als versprenkelte Sterne im Universum leuchten wir jeder für uns. In der großen Tiefe des Weltalls verglüht unser einzelnes Licht bevor auch nur eine Seele es gesehen hat. Wir müssen uns nicht anpassen oder einfügen, wir können ruhig auf unserem Fleckchen Universum bleiben, wenn uns das entspricht. Es genügt schon, wenn wir alle mit unserem Licht  in die gleiche Richtung leuchten. Dann erhellen wir damit ganze Galaxien.

Wie es sich eingebürgert hat, wünsche ich allen, die es bis hierhin geschafft haben, einen ganz schönen und sonnigen Tag/Aben/Morgen!

Nachtrag: Das ist keine politische oder historische Abhandlung, also hab ich die einzelnen Begrifflichkeiten natürlich sehr weit abgesteckt benutzt, weil das in diesem Beitrag nicht der Fokus war.

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