Schlechte Nachrichten – von Medienhetze, Trullas und Brücken bauen

Ok. Normalerweise erzähl ich hier über mich und meine Gedanken und Gefühle. Heute ist das nicht anders. Was jedoch anders ist, ist, dass ich heute auf meine Seifenkiste steigen und lamentieren muss. Sonst versuche ich nicht zu sagen: etwas ist richtig oder falsch – denn wer kann das schon für jemand anderen beurteilen? Sicherlich nicht ich. Stattdessen erzähle ich Euch sonst von mir und hoffe, dass Euch das, was ich so zusammendenke, Spaß macht und bewegt. Heute hab ich jedoch einiges zu sagen, was mir ganz, ganz wichtig ist und deshalb muss ich wohl oder übel auf die olle Seifenkiste kraxeln:

Aasgeier
Angefangen hat es damit, dass ich über Nachrichtensender nachgedacht hab. Beim Denken und Anschauen bin ich dann etwas zornig geworden und will folgendes ganz deutlich sagen: Auch, wenn die Medien in Deutschland noch viel, viel besser sind als in England oder Amerika oder anderen Ländern, sind Teile der Medien nicht nur schrecklich, sondern natürlich auch Teil und gehörig mitschuldig an der Verrohung und Spaltung unserer Gesellschaft. Eine Verrohung, die befeuert wird durch Verunsicherung, Verängstigung und Sensationsgier. Und nicht nur durch die von den Medien betriebene Verängstigung, sondern auch durch die eigene Angst der Medien. Die Medien haben Angst vor schlechten Quoten, schlechten Absätzen, davor unbedeutend zu werden, vor diesem und jenem und so geht jeder einen Schritt weiter als der nächste und als gestern und damit reißen sie uns mit in ihren Angst-Abgrund. Und wir lassen uns mitreißen.

Deutlich wird das an den sogenannten Nachrichtensendern n-tv und N24 im Gegensatz zu Phoenix. Alles 3 sind Sender, die alleine dem Weltgeschehen und Nachrichten gewidmet sind. Trotzdem liegen Welten zwischen diesen Sendern. Nicht nur Welten, nein, Universen. In den N-Kanalen jagt, à la CNN und BBC eine Horror- und Schocknachricht am Bildschirmende die andere. Hier 3 Tote, da 16, hier Amoklauf, da Anschlag. Klar, das passiert, das saugen die sich nicht aus den Fingern. Daher kann man nicht sagen, dass sie lügen. Aber irgendwie tun sie das doch. Denn wer nur ein Teil des Bildes zeigt und über Schlagzeilen nicht hinauskommt, der verzerrt – und das ist nichts anderes als lügen. Wer alle Todesnachrichten in der Welt sammelt und im Ticker durchlaufen lässt, betreibt keine neutrale, ausgewogene Berichterstattung. Es gibt zum Beispiel wichtigeres mit wichtigerem Nachrichtenwert für uns hier, als dass in Thailand bei einem Brand in einer Fabrik 2 Menschen gestorben sind, so schlimm das auch für die Menschen dort ist. Menschen sterben. Das ist so. Beschissen, aber das gehört zum Leben dazu.

Und nein, trotzdem ich das hier schreibe, glaube ich nicht an das schreckliche Schlagwort „Lügenpresse“. Die einzigen, die ich persönlich da schon immer ausnehme, sind die diversen Ableger der Bildzeitung. Weil sie wirklich eine klare, politische Agenda haben und seit Jahrzehnten Politik und Gesellschaft vergiften, mitsteuern und missbrauchen. Sie leben zum Beispiel praktisch von missglückter Politik, missglückter Integration. Ohne Probleme und verschiedene Lager, wären sie weder einflußreich, noch geldreich. Man muss kein Genie sein und auch kein Verschwörungsfanatiker, um das zu verstehen – mit allem, was es impliziert.

Perfide
Ich erinnere mich im Zusammenhang Nachrichten auf den N-Sendern besonders ungern an die Berichterstattung über das abgesagte Länderspiel nach dem Paris-Attentat. Kein Mensch wusste, was wirklich los ist, ob es überhaupt einen Anschlag gab und da sitzt eine Trulla (sorry, bin immer noch total sauer auf diese Person und Berichterstattung) und faselt eine Stunde lang von „diesem perfiden Anschlag“, der uns „mitten in’s Mark trifft“. Um dann zurück zu rudern, als schon lange keiner mehr zuschaut und nachdem sie schon einen Waldbrand nach dem anderen gelegt hat. Überhaupt kein Verantwortungsgefühl. Unglaublich. Macht mich heute noch wütend.

Diese Sender, so wie einige Print-und Internetmedien, sind nämlich einerseits der Meinung, ihre Verantwortung endet mit dem Berichten und die Verantwortung dafür das Gehörte/Gelesene zu verarbeiten läge nicht mehr bei ihnen, sondern beim Leser/Zuschauer. Auf der anderen Seite liefern sie aber überhaupt keine Handhabe, keine neutrale oder zumindest ausreichende Information, um mit dem Gesehenen/Gelesenen umzugehen, es zu verstehen, einzuordnen und zu verarbeiten! Entweder oder meine Herrschaften!

Die Chefredakteurin der Berliner Zeitung, Brigitta Fehrle, sieht das zum Beispiel anders. Sie sieht es in ihrer Verantwortung, dem Leser die Möglichkeit zu geben, zu verstehen, was er da liest. Ich schließe mich dem an und denke, das ist der Unterschied zwischen einem Journalisten und einer Trulla (sorry, konnte nicht widerstehen), meine natürlich nicht Trulla, sondern Nachrichtenverkäufer. Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge. Journalisten und Nachrichtenverkäufer, meine ich.

Beispiel: Die Nachricht zu Syrien nahmen ca. 1.30 Minute bei diesen Nachrichtensendern mit N in Anspruch und hat bei mir hinterlassen: „Regierung schwach, weil keine Sanktionen; Welt generell am Arsch und wie immer die Mächtigen verbocken es, während der kleine Mensch auf der Straße es ausbaden muss.“ Auf Phoenix war die Bericherstattung über das Thema über eine halbe Stunde lang. Dabei wurde erklärt, wie es zu der Situation kam, wie es aktuell ist, was unsere Politiker dazu sagen, was unsere Haltung als Land ist und vieles mehr. So muss das sein. Und dann wurde auch klar, warum keine Sanktionen: Weil Sanktionen ein politisches Mittel von vielen sind und im Moment andere Mittel gewählt werden. Wenn so berichtet wird, dann hab ich Fakten und Wissen und kann mir eine eigene Meinung bilden. Und mit weniger sollten wir uns nicht zufrieden geben. Ich denke, eines der wichtigsten Themen der Zukunft muss sein, die Medien mehr in die Verantwortung zu nehmen. Wir müssen nur nach england und amerika schauen, um zu sehen, wohin ein Land gebracht wird, wenn die Medien im Dienst der Politik, Industrie und Parteien stehen. Das ist nicht Meinungsfreiheit. Das ist gesteuerte Meinung, das absolute Gegenteil von Freiheit. Oder wir schauen in unsere eigene schlimme Vergangenheit in Deutschland. Wir müssen das besser steuern, bevor es aus dem Ruder läuft. Einerseits mit unserem Konsumverhalten, andererseits mit gesetzlichen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.


Ich weiß, wir alle haben heutzutage wenig Zeit, das Leben ist anstrengend genug. Es ist schwierig konkret was zu tun und man weiß auch nicht genau was man denn tun kann, weil alles so schwammig ist und wir inzwischen nicht nur in vielem entmündigt sind, sondern auch tatsächlich kaum Möglichkeiten haben konkret auf irgendwas in unserer Gesellschaft einzuwirken. Unser Stück am ganzen Kuchen ist viel zu klein, um damit den Kuchen zu ändern. Unser einziges gesellschaftliches Mittel scheint der Geldbeutel zu sein. Ich hab auch keine prinzipielle Antworten. Ich fühl mich sicherlich genau so hilflos und allein dem allem gegenüber, wie Ihr auch.

Was ich aber weiß, ganz sicher weiß, ist, dass ich mich fühle, als würde ich in einem brennenden Haus sitzen. Ich hab Angst. Um unsere Zukunft, unser Land, unsere Freiheit, unsere Menschlichkeit und den Frieden.

Gib ihnen eine Rückzugsmöglichkeit
Was können wir tun? Eine Sache, die mir einleuchtet ist folgende: Man muss dem Gegenüber immer die Möglichkeit dazu geben das Gesicht zu wahren und seine Meinung ändern zu können. Ich geb mal ein Beispiel: Ich bin der Meinung, dass donald trump ein psychisch kranker, faschistischer, rückgratsloser Lügner und Betrüger ist, den niemand außer sich selbst interessiert. Dafür gibt es weiß Gott genug Belege. Wenn ich jetzt mit einem seiner Anhänger diskutiere und mich auf sein Niveau herablasse und ihm/ihr mit der selben Abscheu begegne, die er mir gegenüber empfindet, dann wird der sicher nicht sagen: „Mann, logisch, jetzt, wo Du meinen Helden beschimpfst und mir seine Lügen nochmal aufzählst und mir sagst, dass ich falsch liege, da wird mir alles klar: Du hast recht, ich lag ja total daneben. Danke!“ Nein, das Ergebnis ist Eskalation und Krieg. Fronten.

Zwischenfrage: Warum bin ich mir so sicher, dass Protektionismus schlecht ist? Und zwar unabhängig von der politischen Couleur, egal ob rechts, links, oben, unten. Weil er zerstörerisch ist. Er ist nicht auf ein Gleichgewicht der Kräfte/aller ausgelegt, sondern auf ein Machtposition einer Seite. Und somit ist es immer eine Politik, eine Anschauung der Gewinner und Verlierer. Ich bin aber gegen verlieren. Prinzipiell. Für jeden. Punkt. Ohne wenn und ohne aber.

Ich gewinn lieber bissle weniger, wenn dafür alle mitgewinnen. Punkt.

Also, zurück auf den Weg: Auch, wenn der rechtschaffene Zorn in mir lodert, auch wenn ich denke Hanseln wie johnson und trump gehören wegen Unterwanderung und Zersetzung der Gesellschaft vor Gericht und auch, wenn ich heiße Lava auf die Idioten spucken will – damit werde ich nichts verändern, verbessern. Im Gegenteil. Ich mach es nur noch schlimmer. Und mich nur noch ohnmächtiger. Ja, es ist wahr, manche Fanatiker sind so weit hinüber, so weit weg von jeder Menschlichkeit, jeglichem zivilisierten Verhalten, dass man sie nicht mehr erreichen kann. Aber es gibt auch welche, bei denen man doch was bewirken kann, wenn man sie ernst nimmt in ihrer (oft durch die Medien erzeugten) Verängstigung. Eine Sache, die ich oft erlebe ist die: Wenn man Menschen stärkt, ihnen einen sicheren Raum der Akzeptanz gibt, ihnen die Möglichkeit gibt zu wählen, gut zu sein, dann werden Menschen immer diese Möglichkeit wählen. Immer. Wenn man sie aber in die Ecke drängt, sie sich allein und in einer schwachen Position fühlen, dann beißen ganz viele um sich und verlieren sich selbst. Und dann ist es sehr schwer sich wieder zu finden. Daher (und nu kommen wir leider zum absoluten und lahmen Prediger-Teil, aber ich kann es nicht weniger schmalzig sagen, sorry!!!) ist es auch in diesem Fall so, dass die, die mehr haben, für die sorgen müssen, die weniger haben. Weil wir zusammen auf diesem Planeten festhocken. Und wenn Du genug Kraft, Stärke, graue Zellen und Liebe in Dir hast, um Dich den niederen, zerstörerischen Instinkten zu widersetzen, dann gib davon was ab an die, die diese Kraft, Vision und Stärke dringend brauchen, weil sie sie verloren oder noch nie besessen haben.

Ein schrecklicher Sturm zieht auf
Warum Du das tun sollst? Was Du davon hast? Wie gesagt, wir leben alle zusammen auf diesem winzigen Fleck im Weltall zusammen. Wenn wir eine freie, friedliche, starke Gesellschaft wollen, dann müssen wir das sagen und zeigen. Die Zeiten zu schweigen und zu hoffen, dass der Sturm vorüberzieht, sind (momentan) vorbei. Bisher mussten wir keine Opfer bringen für unsere Überzeugungen. Wir hatten das Glück in Frieden zu leben und die zwei Weltkriege hatten den betroffenen Ländern den Kriegsdurst untereinander erstmal ausgetrieben. Ich glaube aber, das wird nicht so weiter gehen. Denn die, die die Gesellschaft und Welt spalten und zerstören wollen, die, die Angst und Haß nutzen, um an die Macht zu kommen, sind bereit sehr weit zu gehen. Sie sind bereit über unsere Grenzen hinaus zu gehen. Damit haben sie momentan alle überrascht, die Regeln des Miteinanders, die bisher galten, gelten plötzlich nicht mehr (Ihr müsst mal Tweets von englischen Politikern lesen – da wird es einem Angst und Bange und trump ist teilweise nix dagegen). Das bedeutet, irgendwann werden wir auch für das einstehen müssen, woran wir glauben. Irgendwann werden wir sagen müssen: Stop, hier ist meine Grenze. Denn die anderen machen davor nicht mehr Halt. Und wenn es so weit ist, dann bete ich (nicht zu einem Gott, aber zu uns allen), dass wir es auf die richtige, die gute Art tun und nicht auf die gleiche, angst- und hasserfüllte Art wie die, gegen die wir uns verteidigen wollen. Denn dann wären wir wie sie.

Es geht nicht darum, dass ein trump-Anhänger nicht an trump glauben soll. Natürlich soll er das. Wenn wir es ernst meinen mit der Freiheit, müssen wir anderen zugestehen an Sachen zu glauben, an die wir nicht glauben. Ja, selbst an Sachen, die wir für abscheulich und falsch halten. Auch das ist Toleranz und Freiheit. Nein, es geht darum ihnen den Hass zu nehmen. Die Angst zu nehmen. Sie ernst zu nehmen. Sie an dem teilhaben zu lassen, was wir haben. So dass sie ein Teil der Gesellschaft sind und nicht versuchen eine eigene Gesellschaft zu sein, weil sie von unserer überfordert sind. Denn ob wir das wollen oder nicht, sie sind ein Teil unserer Gesellschaft. Sie dürfen nicht mehr das Gefühl haben, sie müssen geifern, um sich schlagen und andere vernichten, um sich zu schützen und nicht unterzugehen. Es geht darum, die zu ändern und zu erreichen, die erreicht werden können. So dass sie vielleicht einmal so viel Ruhe haben, dass sie sich wirklich anschauen können, was sie da von sich geben. Es geht darum Brücken zu bauen und nicht sie nieder zu reißen. Denn ohne Brücken, können wir jeglichen Dialog sofort beenden. Es geht auch darum sich nicht aufpeitschen zu lassen von Medien und Politikern.

Gib Dich nicht zufrieden
Es ist nie leicht, spaßig oder fair der Klügere, Weisere oder Stärkere zu sein. Manchmal fragt man sich „Warum muss ich immer vernünftig sein? Warum muss ich immer andere verstehen. Warum darf jeder immer Mist bauen, nur an sich selber denken und ich soll Verständnis dafür haben?“

Und die Antwort ist so einfach, wie unbefriedigend und bezaubernd: Weil Du es kannst.

Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns auch gegenseitig unterstützen und schätzen. Und uns auch mitteilen, dass wir uns schätzen, damit wir auch weiterhin stark genug sind Verständnis zu haben. Man vergisst so schnell, dass man nicht alleine denkt und fühlt. Ich glaube, eines können wir immer ganz konkret machen, um unsere Umwelt besser zu machen:Uns nicht zufrieden geben.

Das bedeutet unter anderem für mich
• selbst zu denken und nicht unkritisch vorgefertigte Information zu konsumieren, weil es bequem und schnell ist und alle es machen (ich habe zum Beispiel letzte Woche von Google auf DuckDuckGo umgestellt. Ich glaube nicht, dass die gute Samariter sind, aber ich glaube, dass es ein Schritt besser ist, als Bing oder Google. Und bis zu letzter Woche wusste ich nicht mal wirklich, dass es Alternativen zu Google gibt. Stellt Euch das mal vor!)
• selbst nicht auf emotionale Medienerstattung reinzufallen, sondern uns informieren
• das unterstützen, was uns wichtig ist, uns glücklich macht und unserer Umgebung/Gesellschaft zu Gute kommt. Zum Beispiel: Unterstützt lieber reale Menschen, ob das der Laden um die Ecke ist oder die Kneipe über die Straße, als unübersichtbare Konzerne, von deren Strukturen wir in Wahrheit keinerlei Ahnung haben
• den Menschen gegenüber menschlich sein, die selber vergessen haben, was das ist

Denn am Ende des Tages geht es nicht um die, es geht nicht darum, was die anderen machen. Es geht um Dich. Und um mich. Um uns.

Puh. Ok, ich entschuldige mich hiermit offiziell für diesen Predigt-Ton und die Besserwisserei.

Nachtrag und Ausflug in den Irrsinn, Alice lässt grüßen
Ja, sorry, ich weiß, das ist bereits ein sehr langer Beitrag, es ist aber auch ein wichtiges Thema. Um ihn noch länger zu machen und den Wahnsinn etwas näher zu bringen, folgendes:
Ganz abgesehen davon, dass trump Frauen sexuell angreift und belästigt und das normal findet, abgesehen davon, dass er seiner politischen Gegnerin im Fernsehen sagt, er sperrt sie ins Gefängnis, wenn er gewinnt, hat er tagtäglich solche unerträglichen Lügen zu allen möglichen Themen im Gepäck, wie der Tweet unten. Auf seinen Versammlungen greifen Menschen, vorwiegend weiße, mittelalte Männer, körperlich anders denkende und aussehende an und sagen ihnen, sie sollen froh sein, dass sie mit dem Leben davon kommen. Und viel fataler: Dieser Mensch wird trotz allem noch von seiner Partei unterstützt und geschützt. Erst letzte Woche hat einer die Adressen der Frauen, die trump wegen sexueller Nötigung angezeigt haben, getweetet. Stellt Euch das mal vor. Der Haß, der da dahinter steckt.

Diese Person erfindet einfach irgendwelche Lügen, die ihm grad einfallen (oder besser, seinen Leuten), je abstruser und krasser, desto besser und gibt sich empört. Und jeder Funken genügt, denn die Menschen wollen das Pulverfaß anzünden. Wie willst Du gegen jemand angehen, dem alle menschlichen, gesellschaftlichen Regeln egal sind? Und das ist genau der Punkt, warum an dem Pulverfaß selbst angesetzt werden muss. Das ist die einzige Möglichkeit, die wir haben. Denn, machen wir uns nichts vor. trump ist weder das Problem, noch geht das Problem weg, wenn er verliert. Wenn wir keine gerechten, sicheren Gesellschaften schaffen, in denen Menschen sich geschätzt fühlen und eine Aufgabe haben, die sie erfüllt, wenn wir nicht wegkommen vom Materialismus und Funktionalismus, wird irgendein Pulverfaß explodieren. Und es kommen schlimme Zeiten auf uns alle zu.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. warum ist die usa trump’s land? die us-tv-sender sind donald trumps effektivste wahlhelfer. für sie ist der insolvenzspezialist und steuervermeider trump unterhaltung und quotengarant. wohl deshalb schenkten sie ihm sendezeit im wert von rund 2 milliarden dollar.

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    1. Absolut. Seh ich genau so. Aber es geht darüber hinaus. In Amerika sind die Medien weitflächig und engmaschig kontrolliert und Sprachrohre der Parteien. Weit mehr als hier, ist man in Amerika in einer politischen Partei, wenn man wer sein will. Und da steckt bei manchen Fernsehmachern echte Überzeugung, echter Haß dahinter. Die zeigen trump und seinen Wahnsinn, weil sie ihm letztendlich zustimmen. Nicht in seiner Art, aber in seinen Inhalten. Und die andere Seite ist auch nicht viel besser. Jegliche Zurückhaltung, Respekt, Verantwortlichkeit, Menschlichkeit ist da schon lang über Bord geworfen worden. Das ist Krieg um Quoten, Macht und Geld. Und Leidtragender dieser Verantwortungslosigkeit ist die Gesellschaft. Auch, wenn es keiner aussprechen will: Amerika ist schon seit ein paar Jahren ein gespaltenes Land, ist in einem versteckten Bürgerkrieg, der so langsam von den Rändern in die Mitte überbordet und nun droht alle mit sich zu reißen.

      Was viele vergessen, ist, dass wenn trump verliert ja nicht plötzlich alles gut wird. Die Menschen, die jetzt ihren Haß voll ausleben, haben ja später nicht weniger Haß, nur weil sie nicht gewonnen haben. Ich weiß nicht, wie das gehen soll? Wenn ich mir überlege, ich würde mit jemand zusammen arbeiten oder neben jemand wohnen, den ich dabei gesehen hab, wie er Menschen angreift oder Geifer vor dem Mund hat – wie soll das gehen? Wie soll man denen vertrauen oder sich da frei, wohl oder sicher fühlen? Da sind unüberbrückbare Gräben entstanden. Für mich sind sowohl Amerika, als auch England von innen heraus äußerst instabil. Und ein Grund dafür -einer von vielen – sind tatsächlich die Medien, die tagtäglich Werte wie Demokratie, Toleranz, Respekt, Freiheit angreifen.

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