Angst 

Zwang. Druck. Aggression. Oberflächlichkeit. Lieblosigkeit. Haß. Achtlosigkeit. Verachtung.

Das sind alles Worte, die mich unter sich begraben. Ich fühle mich, als werde ich in eine Autopresse eingeklemmt und langsam erdrückt. Bis zur Unkenntlichkeit. Bis nur noch ein kleines, verbeultes Stück von mir übrig ist. Mein Puls geht hoch, in meinem Magen grummelt es, meine Hände schwitzen und ich muss schneller atmen, um Luft zu kriegen. Ich hab Angst. 

Ich tu mich schwer damit es zu zugeben, aber die heutige Zeit macht mir immer mehr Angst. Warum tu ich mich so schwer damit das einzugestehen? Weil ich mich den ganzen Angstmachern und Kleindenkern nicht ergeben will. Ich will sie meine Angst nicht wittern lassen, will nicht, dass sie denken sie haben Macht über mich. Will nicht in Klischees denken, die immer enger werden. Ich will nicht, dass meine Seele und mein Herz auch nur eine Sekunde mit deren Gift beschmutzt wird. Ich will keine Angst haben. Ich will mich nicht fürchten.

Was mir Angst macht sind aber genau diese Angstmacher und Hirntoten, die die einfachen Parolen lieben und immer nur bis 3 gröhlen können. Die Freundlichkeit und Wärme als Schwäche ansehen und nicht verstehen können, dass ich in einer anderen Sprache denke und fühle als sie. Die nicht verstehen, dass ich keine Währung zurück brauche, wenn ich was fühle. Die uns alle gleich machen wollen und mir damit die Luft zum Atmen nehmen. Ich will schreien und weinen und um mich schlagen und eine Grenze ziehen. Ich will mich verkriechen und dass das alles einfach weg ist und ich keine Angst mehr haben muss.

Ich hab Angst, dass die anderen immer mehr Macht kriegen. Weil es niemanden mehr interessiert und alle Angst um sich selber haben. Ich hab Angst, dass ich irgendwann nicht mehr gegen sie ankomme. Ich hab Angst, dass wir auch zusammen nicht mehr gegen sie ankommen. Weil es gar kein gemeinsam und zusammen mehr gibt. Die Regeln, die gestern noch gegolten haben, sind heute kalte und erstarrte Lava. Plötzlich ist niemand mehr dafür zuständig das Feuer am Leben zu halten. Die Worte, die heute morgen noch eine Bedeutung hatten, sind heute mittag schon leere Phrasen, die mich verständnislos anstarren.

Ich hab Angst. 

Ich will keine Angst haben.

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