Ich hab da mal ne Frage…

Ok. Heute hab ich nur zwischenrein mal ne kurze Frage. Vielleicht habt Ihr schon gemerkt, dass ich ab und an gern male. Ich weiß, ist nicht so offensichtlich, aber vielleicht ist es den adleräugigen Beobachtern unter Euch trotz allem aufgefallen (Ihr merkt schon, heut hab ich einen Kaschper verschluckt, wahrscheinlich als Konsequenz dessen, dass es mir saugut geht – wer weiß, vielleicht ist es für die Welt das beste, wenn es mir nicht so gut geht, oh, interessanter Gedanke! – und bin etwas albern, ich bitte um das Nachsehen. Nein, die nach Sicht. Nachsicht. Eigentlich komisch, wir sagen ja auch nicht Vorhören. Oder Vorsprechen. Oh. Doch, das sagen wir. Ich fürchte dieser Gedanke und ich müssen uns trennen, weil diese Beziehung nirgendswo hinführt). Ha, Ihr habt sicher vergessen, dass dieser Nebenschauplatz mit einer Klammerauf begonnen hat. Ich nicht. Naja, will ehrlich sein, ich auch. Hab es erst im Nachlesen gemerkt…

Oh je, ich bin schon ganz erschöpft von dem Hin- und Hergeflitze in diesem ersten Absatz, so dass ich nu die Notbremse ziehe. Wir fangen nochmal an, diesmal ganz ernst, im Ernst. Ok. Heute hab ich nur zwischenrein mal ne kurze Frage: Mir ist aufgefallen, dass ich manchmal was male, was nur ein Strich oder eine Sache ist und das total schön finde. ABER dann passiert was und obwohl ich mein Bild total schön so finde wie es ist, kann ich es so nicht lassen, weil ich denke, das ist nicht genug. 

Ich denke/fühle: „Bissle Farbe und ein Strich ist nicht genug.“ Und unterschlage dabei die kreative und innere Gedankenarbeit. Warum? Das ist doch bescheuert. Wenn ich versuche rauszufinden, welche Gefühle ich dabei hab, welches Gefühl mich dazu bringt das Bild dann weiter zu malen, obwohl es eigentlich fertig ist, dann ist es sowas wie ein schlechtes Gewissen. 

Ich liebe zum Beispiel diese beiden Bilder

Ich liebe diese Bilder. Sehr. Sie geben mir beim Betrachten ein ruhiges, geordnetes Gefühl. Das Gefühl den Dingen gewachsen zu sein. Und trotzdem sie all dies können, muss ich mich mit Gewalt zwingen die Bilder so zu lassen und sie so wie sie sind zu veröffentlichen. Umgedreht geht es mir ähnlich mit Schreiben. Ab und zu würde ich gern einen Beitrag mit nur 1 oder 2 Sätze schreiben. Das fällt mir auch schwer (natürlich auch, weil ich so eine Labertasche bin). Ich frag mich, warum das so ist? Ich glaube, da ist ein interessanter Gedanke/Verhalten dahinter, in Bezug auf unser soziales Verhalten. Wenn Ihr darüber nachdenkt, was glaubt Ihr, warum das so ist? Natürlich werd ich auf dem Gedanken weiter rumkauen, wie ein Hund auf seinem Lieblingsknochen und ich werde Euch von meinem Denkerlebnissen und dem Denkergebnis berichten, ich wollte nur die Frage schon mal in den Raum stellen, weil ich das an mir beobachtete Verhalten so interessant finde.

Das war eigentlich schon alles für den Moment. Ich wünsch Euch eine atemberaubend interessante, aufregende und unvergessliche Woche!

P.S. Wisst Ihr, was ganz traurig ist? Wenn Ihr ein Buch, das Ihr als Kind oder Jugendlicher GELIEBT habt, das Euch ganze Gedankenwelten geliefert hat, als Erwachsener wiederlest, nachdem Ihr es endlich gefunden habt – und es gibt Euch gar nix. Nicht mal den Abglanz der Sentimentalität. Einfach nur nix. Das ist traurig. Ich frage mich, ob wir wirklich, wie es allgemein geglaubt wird, unser Selbst, mit dem wir geboren werden weiterentwickeln im Laufe unseres Lebens oder ob wir nicht neue Selbsts entwickeln und das alte Selbst dann total von uns loslösen? Müsste ich nicht irgendwo in mir drin noch das Selbst haben, das dieses Buch mal geliebt hat und zumindest irgendwas des damals Gefühlten wiederfinden, selbst wenn es nur als Außenstehender ist? 

Deswegen frag ich mich, ob wir vielleicht tatsächlich gar nicht mehr die sind, die wir mal waren. Das wäre irgendwie cool und würde uns – natürlich nur, wenn wir uns das bewußt machen – unerwartet unglaublich frei machen. Würde uns neue Dimensionen eröffnen. Ich hoffe, ich konnte den Gedanken verständlich ausdrücken. Er ist ganz neu in dieser Form, tatsächlich erst entstanden, als ich ihn geschrieben hab, deshalb noch etwas undeutlich.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Also der Text war mir zu lang und wild, den habe ich nicht gelesen – aber die beiden Bilder finde ich wirklich super ansprechend – gerade weil sie noch Raum bieten 🙂

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    1. Kann ich total verstehen. Das war praktisch eine 1:1 Übersetzung aus meinem Kopf. Simultan gedacht und geschrieben. Und absichtlich hin-und hergehüpft im Bestreben soviel Räumlichkeit und Gleichzeitigkeit wie möglich zu erzeugen. Ist nicht für jeden. Interessanter Gedanke mit den Bildern. Frage mich, ob Leere=Raum ist und umgekehrt, ob Fülle=kein Raum ist? Wenn Du Bosch nimmst, ist bei dem ja alles vollgepackt und gerade dadurch erzeugt er für mich Raum mir Geschichten dazu auszudenken. Muss ich mal drüber nachdenken. Danke!

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