Bildliches Intermezzo VII

Ok. Wie immer, wenn ich so still bin, werkelt es in mir. Und dann hab ich nebenher nicht genug Muße, um das Gedachte und Gefühlte auch in Worte zu gießen. Es ist die übliche Stille, in der ich meinen Brunnen auffülle. Die Stille, in der ich erdenke und erfühle, was später in der Nach-Stille-Zeit an Kreativem seinen Weg auf’s Papier oder den Bildschirm findet.

Daher heute nur ein ganz kurzes Bildliches Intermezzo mit den neuesten „Bunten Bildern“. Was ich schreiben will, sobald die stille Zeit vorbei ist, ist wahrscheinlich folgendes: Ich bastel grad (noch nicht auf der Tastatur, sondern noch im Kopf) an einer postapokalyptischen Kurzgeschichte. Ich hab die ganze Szenerie und Hintergrundgeschichte schon fertig im Kopf – bis hin zum letzten Geröllberg – aber ich bin noch unschlüssig, wo es hingeht mit dem Mann und dem kleinen Mädchen, um die es in der Geschichte geht. Ich weiß, welche Dynamik ihre Beziehung haben soll, weiß, was ich erzählen will, weiß, was ihre Vergangenheit ist, weiß aber noch nicht genau, was ihre Zukunft ist. Ich frag mich, ob das so ist, weil ich mich ja prinzipiell viel mehr mit der Vergangenheit und dem Warum beschäftige? Hm, interessant. Es ist auch wirklich ganz schön schwer klischeelos über eine zerstörte Gesellschaft zu schreiben, weil diese ganze Weltuntergangs-Szenarien-Sache natürlich schon so durchgekaut ist.

Dann hab ich was kurzes und krasses zum Thema Originalität geschrieben, was ich diese Woche irgendwann noch veröffentlichen werde, ich muss nur noch was recherchieren dazu. Und es wird auch bald ein neues „A few words to…“ geben, bzw.sogar  zwei: Eines über Kehlani und eines über „4 your eyez only“ von J. Cole. Aber ich kann noch nicht genau sagen, wann. Da ich leider nur leidenschaftlich und nicht technisch über Musik schreibe, kann ich auch nur über Musik schreiben, wenn ich innerlich frei und gelassen genug dazu bin, um leidenschaftlich und engagiert zu sein. Wenn ich mich ernsthaft ergreifen lassen kann von Musik und diese Ergriffenheit mitteilen kann, nur dann kann ich auch über Musik schreiben. Das ist bissle unpraktisch, aber irgendwie auch in Ordnung.


Ok, here we go mit den bunten Bildern. Die heutige Kurzgeschichte, gebildet aus den Bildtiteln, geht so:

Es war eigentlich „Partytime“, doch ich lag immer noch „im hohen Gras“ und sah der Schlange zu, wie sie auf mich zuschlängelte. Per „Satellite“ versuchte man mich zu warnen,“ „Phönix“, Phönix, Du bist in Gefahr, weg da!“ Aber ich hatte sie schon lange weggeknipst. Es gab nichts, was sie mir hätten sagen können. Stattdessen schrie es mir aus meinen Kopfhörern entgegen „Gimme a new verse“. Lächelnd drehte ich mich auf den Bauch und schloss meine Augen. „I wonder“ how it will be? dachte ich. Dann war mir plötzlich ganz komisch. Als hätte ich genau diesen Moment schon einmal erlebt. War ich hier schon mal? An diesem Punkt? Waren wir hier schon einmal?  Alles war so bekannt und vertraut, ich konnte nicht sagen, warum, hatte ich das hier schon geträumt, in einem anderen Leben erlebt? Dieses Gefühl des Wiedererlebens war tröstlich und krank zugleich. „Deja vu“ dachte ich, dann hörte ich ein Rascheln. Die Schlange war da.

Wie immer hab ich die Bilder nicht extra in der Reihenfolge für die Geschichte ausgesucht. Viel mehr ist der Spaß sich aus den bereits feststehenden Bildern und Titeln etwas ausdenken zu müssen, etwas Neues daraus zu erschaffen. Wenn Ihr eine eigene Geschichte daraus machen und diese mit den anderen in den Kommentaren teilen wollt, wäre das cool. Meine ist geprägt vom Verdruss über die politische, gesellschaftliche Situation grad und die Kurzsichtigkeit mancher Menschen. Vielleicht kann jemand anders ein hoffnungsvolles Gegenbild erschaffen oder auch was total anderes?

Partytime

Im Hohen Gras
Satellite
Phönix

Gimme a new verse
(I) wonder
Deja vu

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