Verzweifelt sucht sie nach irgendwas lustigem, jedoch trotzdem bedeutungsvollen, nicht flachen (warum lustigem mit m und flachen mit n und nicht m, frag ich mich grad? Ist das richtig? Klingt richtig, macht aber wenig Sinn, netwahr? Ok, nach mehrmaligem (m!) lauten (n!) wiederholen (groß oder klein?) des Satzes und sich bescheuert vorkommen (gehört vor das „sich“ ein „des“? Oh Gott, gibt es überhaupt „des“? Das klingt so falsch. Ok, ich weiß, im schwäbischen sagen wir „des“ für „das“, aber des ist ja dann Dialekt und nicht real. Aber nun, nachdem ich es geschrieben habe, fällt mir ein, dass es „des“ auch real gibt. Genetiv, Mensch (wahrscheinlich ist es Dativ und ich hab mich grad zum Affen gemacht. Soll ich es nachschaue…ach, nee, ich lass das jetzt einfach stehen, wird schon passen. Ich hasse es dumm dazustehen. Andere schaffen es das locker zu nehmen und verfluchte Scheiße, es ist ja auch nicht schlimm, nirmand ist perfekt – siehste, Schicksal stimmt mir sofort zu, soll natürlich niemand heißen, nicht nirmand! Aber ich mit meiner beschissenen Überempfindlichkeit fühl mich immer sofort in Frage gestellt. Wäre ja nicht so schlimm, wenn ich tatsächlich überempfindlich wäre, was mich so ankotzt ist, dass ich ja gleichzeitig auch total selbstbewußt bin. Immer diese Dualität)).


Ich bin auch unsicher, was richtiger oder wichtiger ist: Da ich (und jeder) ja leider nur linear schreiben kann (was eine meiner größten Enttäuschungen ist) und nicht gleichzeitig, versuche ich meine inneren Pirouetten durch () und … und – auszudrücken, um so das hin und herspringen meiner Gedanken und die Richtungen meiner Assoziationen und inneren Kapriolen wiederzuspiegeln (wieder zu spiegeln? Scheiße, wenn man das einmal anfängt, hört das nie mehr auf. Oh, oh – ist das jetzt ein absolut cooler, philosophischer, schlauer Satz oder total langweilig? Hm…. man weiß es nicht. Muss ich nochmal drüber nachdenken (so beschissen unspontan!)). Ich weiß aber und bin mir voll bewußt, dass es schwierig und anstrengend wird das zu lesen und dass man sich darauf einlassen muss, folgen muss, um was davon zu haben, um Spaß damit zu haben.

Auf der einen Seite denke ich: Aber so ist, wie ich mich ausdrücke, das ist meine Kunst, mein Ding. Das bin ich. Und ich find das lustig und interessant. Und überhaupt, wenn mir danach ist, schreib ich ja auch ganz ruhige und stille Sachen, nicht so laute, wie das hier.

Auf der anderen Seite denk ich: Na, schön für Dich, wenn Du das lustig findest. Wenn Du aber die Einzige bist, macht es dann Sinn daran festzuhalten (schon wieder!) (ich frag mich, ob jemand, der das liest, den Witz/die Assoziation von „schon wieder“ versteht oder ob nur ich darüber lächeln kann?)? Oder ist es dann nicht elitäre, fehlgeleitete Selbstliebe?

Diese Fragestellung ist nicht meiner Dualität entsprungen, nee, ich bin tatsächlich noch nicht zu eine Entscheidung gelangt. Wie Lupe sagt, will ich nichts vereinfachen (don’t dumb it down, macht der Rest schon, musst Du nicht auch noch machen), das ist eben, wer ich bin und wie ich mich ausdrücke. Ich alter Rebell. Aber ich hab ja was zu sagen und will es ja auch sagen und wenn ich es aber so sage, dass niemand zuhört, dann ist es ja total unsinnig, gell? Ist es dann nicht einfach so, dass ich nur gern mich selber reden höre? Ich glaub nicht, weil ich tatsächlich ehrlich und von ganzem Herzen für andere Menschen schreibe und fühle. So wie andere machen, dass ich mich besser und gemeinsamer fühle und mich damit manchmal retten, will ich gern machen, dass andere sich stärker und akzeptierter fühlen und der Blickwinkel sich weitet. Aber man selber kann sich manchmal ja so schlecht beurteilen. Auf jeden Fall bin ich einfach noch nicht zu einer Entscheidung gelangt, was ich höher bewerte: Die zu erreichen, die mich verstehen oder mich so auszudrücken, dass mehr mich verstehen.

Aber auf der dritten Seite gehört für mich die Art, wie ich mich ausdrücke, ja zu meiner Botschaft (ach Du Scheiße!), meiner Vision. Ich kann ja nicht predigen: Seid Ihr selbst, nehmt Euch ernst, getraut Euch zu Euch zu stehen, gebt Euch Mühe andere so zu nehmen, wie sie sind, macht Euer Herz weit und Ihr werdet ganz tolle Wunder und Erfahrungen machen, an die Ihr nie gedacht habt – und dann mich selber zähmen. Wenn ich das tun würde, wäre ich ja auch nur wie all die, die mich so ankotzen. Es ist schwierig.

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Wo war ich noch gleich? Ist da nicht noch irgendwo ein Satz, der unbeendet ist? Jetzt hab ich das alles in einem Rausch und ohne abzusetzen (and AGAIN!! Fucking hate it) geschrieben und nu bin ich total erschöpft und leer. Ich mag das total gern, nu statt nun zu schreiben. Die meisten Teile meiner eigenen Sprache/Ausdrucksweise hab ich schon ewig (wöllte, statt wollen würde hab ich schon seit Jahren eingeführt), aber das nu hab ich erst hier in diesem Blog angefangen. 

Und nu? Nu bin ich leer geschrieben. Bleibt der Satz eben unvollendet, haben ja schon andere vor mir gemacht. Nu nicht mit Sätzen, glaub ich, aber mit Musik. Komisch, eigentlich, ich glaub da gibt es sogar mehrere unvollendete Sachen in der klassischen Musik. Ob das einen Grund hat? Oh, das interessiert mich jetzt total. So traurig, dass ich nichts von Musiktechnik verstehe. Und ich dachte, als ich angefangen hab, dass die Weltsituation mir jedes Wort ausgetrieben hat, das nichts mit ihr zu tun hat. Aber wie es eben ist, der Kopf steht nie still. Eigentlich wie der ganze Körper. Oh, interessant, ist Denken vielleicht auch einfach nur eine Körperfunktion, so wie der Herzschlag? Mir fällt grad auf: Jedes zweite Ding, das ich denke, find ich interessant. Ich kann mich selber entertainern. Das ist glücklich-unglücklich. Glücklich, weil mir nie langweilig ist, unglücklich, weil es mein Bedürfnis nach Menschen vermindert auf die, die mich besser entertainern und glücklich machen können als ich mich selbst. Eine Tragödie meines Lebens. Anyway: Ich tu mich grad schwer irgendwas positives, schönes zu schreiben. Ich hab dafür ’ne Unmenge von Beiträgen im Kopf, die sich mit dem ganzen Unrecht grad beschäftigen. Die Welt, die Menschen sind grad so schlimm. Ich hab schreckliche Angst und bin furchtbar verletzt davon, wie brutal und lieblos so viele Menschen jetzt sind.

Ok, das war es jetzt aber endgültig, bin leer. Willkommen in meinem Kopf (mal wieder), das waren Wort für Buchstabe meine Gedanken in den letzten 9 (oder so) Minuten. Und ja, ich fluche verdammt oft in dieser beschissenen, verfickten Zeit.