Heute hab ich sowas wie ein Gedicht für Euch. Es heißt „Wachtelstraße“. Meine Gedichte reimen sich nie. Vielleicht mal hie und da eine Zeile, jedoch nie im Ganzen. Es sind aber Gedichte. Da bin ich mir hinreichend sicher. Ich nenne es schreibmalen. Es ist interessant darüber nach zu denken, ob das Bild und die Farben das Wort ergänzen oder umgedreht.

Oder es sind zwei unabhängige Entitäten. Ist das der Plural von Entität, gibt es das Wort überhaupt oder hab ich das grad aus dem Englischen eingebürgert? Das ist übrigens eine andere meiner Marotten – ich erfinde Worte. Nicht spektakuläre Worte, die einen blenden sollen, nein, ich bin eher der praktische Typ mit einer Art Bauernschläue. Deshalb sind auch meine neuen Worte immer praktisch veranlagt. Entweder sie verkürzen den Zungenschlag oder sie beschreiben ein Wort hervorragend im emotionalen Sinn.

Eines meiner ältesten Worte ist „wöllte“ -hab ich hier auch schon benutzt. Wollen würde ist auch bescheuert lang und stolperig (stolperig ist ein tolles Wort. Ich finde es sieht so aus, spricht sich so, wie es gemeint ist). Ok, zurück zu „wöllte“. Ich finde „wöllte“ tut es voll und ganz und ich leih das Wort gern an jeden aus, der es mal damit versuchen will.

Also, viel Spaß mit „Wachtelstraße“

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