Unterhaltung – Opium fürs Volk

Ok. Ich schau fast keinerlei Serien oder Spielfilme mehr an. Das langweilt mich zu Tode. Im Ernst: „Woran sind Sie denn gestorben? Bei mir war’s ja das Alter. War aber ganz friedlich, bin einfach eingeschlafen.“ „Oh, das ist ja schön. Bei mir war’s leider nicht so friedlich. Bei mir war’s Hollywood. Ich hab versehentlich Bridget Jones 29 angeschaut“ Hier folgt dann ein mitfühlender Blick meiner Mittoten und ein Schultertätscheln. Oder, wenn wir dann weder Schultern zum Getätscheltwerden, noch Hände zum Tätscheln haben, vielleicht ein kleiner, tröstlicher Lufthauch.„Unterhaltung – Opium fürs Volk“ weiterlesen

Sind wir denn noch bei Trost? Zwei Gedanken zum modernen Leben

Ok. Normalerweise versuch ich ja immer, auch wenn es langweilig ist, fair zu sein. Auch die andere Seite zu sehen. Eine Lösung oder zumindest Verständnis für die Ursachen zu entwickeln, anstatt einfach nur Feindbilder und Gräben zu bauen. Weil, letztendlich, so abgedroschen es klingt: Stumpf draufhaun ist wie Fast food. Du hast gschwind ein gutes Gefühl, Erleichterung, aber schon kurze Zeit später geht alles wieder von vorne los, weil sich ja nix geändert hat. Und wenn Du aus der Erfahrung nix lernst, dann gehst Du immer wieder zurück und stopfst Dich mit Zeug voll, das Dir gar nix bringt oder in diesem Beispiel, bist Dich ständig am Aufregen, ohne dass sich irgendwas ändert.„Sind wir denn noch bei Trost? Zwei Gedanken zum modernen Leben“ weiterlesen

Liebe tut nicht weh

Liebe tut nicht weh. Nie. Niemals.

Das, was weh tut sind die Symptome von Liebe. Die Abwesenheit von Liebe. Was weh tut sind hauptsächlich Erwartungen- enttäuschte Erwartungen, verletzte Erwartungen.

Symptome
Angst ist die vorauseilende Erwartung von möglichem, künftigem Schmerz.
Angst vor dem Schmerz des Verlusts, Angst davor nicht gemocht, geliebt zu werden. Angst, dass man nicht genug ist: Nicht lustig genug, nicht aufregend, locker, streng, klug,beliebt genug.
Angst, dass wir nicht das sind, was von uns erwartet wird. Und Angst, dass die eigenen Erwartungen an die geliebte Person zu hoch sind. Was ist, wenn wir uns nichts zu sagen haben? Was ist, wenn wir gar nicht an die selben Sachen glauben? Die furchtbare, erstickende Angst zu vertrauen, den Schritt ins Ungewisse zu tun. Die Angst, dass lieblos mit einem umgegangen wird. Angst, das wir hintergangen werden.„Liebe tut nicht weh“ weiterlesen

Ich hab Angst

Ok. Die Zukunft in die wir als Gesellschaft, als Menschheit gehen, macht mir Angst. Wenn ich nach Amerika oder Russland schaue, wenn ich die Nachrichten schaue, macht mir das Angst. Ich meine echte, richtige Angst. Erstickende Angst. Angst, die mir ein hohles, grummeliges Gefühl im Bauch macht und mich umtreibt: Wo soll das hinführen? 

Angst, die mir das Vertrauen und die Sicherheit nimmt: Bin ich noch sicher, wenn ich auf die Straße gehe oder ist das alles aufgebauscht. Ist es noch erlaubt zu sagen, was man denkt oder wird man sofort abgemahnt, bestraft, eingenordet?
 

Ich hab Angst. Richtige Angst. Geht das nur mir so?

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